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Test 2005
Wie haben wir getestet?

  1. Auswahl der Produkte
  2. Entwicklung des Prüfverfahrens
  3. Durchführung der praktischen Tests
  4. Auswertung
  5. Testinstrumente zum Herunterladen

1. Auswahl der Produkte

Während des Testzeitraumes sind zwei Sprachsoftware-Produkte auf dem Markt, die aufgrund ihrer Funktionalität miteinander vergleichbar sind. Beide Produkte lesen als "Screenreader" die Displayinhalte des genutzten Handys aus.

2. Entwicklung des Prüfverfahrens

Zur Entwicklung von Testkriterien wurde eine Umfrage unter blinden und sehbehinderten Handynutzer durchgeführt. Auf Basis der Ergebnisse der Befragung wurden Testinstrumente erstellt. Diese sind in drei Bereiche unterteilt:

  • Software (Bedienbarkeit, Funktionalität der Software)
  • Zusammenspiel Software - Gerät (Welche Gerätefunktionen macht die Software zugänglich?)
  • Gerät (Tastatur, Menüführung, Display)

Es wurden drei unterschiedliche Fragebögen erstellt, bei denen es jeweils um die Durchführung praktischer Aufgaben und entsprechende Beurteilungen ging:

  • Für sehbehinderte Nutzer
  • Für blinde Nutzer
  • Für die Expertenbeurteilung

Warum unterschiedliche Tests für blinde und sehbehinderte Nutzer?

In verschiedenen Tests mit blinden und sehbehinderten Probanden wurde deutlich, dass die beiden Gruppen unterschiedliche Anforderungen an die Nutzbarkeit von Hard- und Software stellen. Ganz klar: Wer sehbehindert ist, will den Rest der Sehkraft auch nutzen. Deshalb lassen wir bei Handys die Lesbarkeit (Größe, Farbkontraste etc.) des Displays durch sehbehinderte Testpersonen überprüfen. Bei der Nutzung von Sprachausgaben klagen blinde Anwender in der Regel über weniger Verständnisprobleme als sehbehinderte Zuhörer. Der Grund für diese Unterschiede liegt wohl hauptsächlich darin, dass blinde Menschen geübter im Tasten und Hören sind, da die visuelle Wahrnehmung vollständig entfällt.

3. Durchführung der praktischen Tests

Wir haben beide Sprachsoftware-Produkte auf dem von den Herstellern empfohlenen Handy Nokia 6600 installiert. Mit blinden und sehbehinderten Testpersonen wurde die Leistungsfähigkeit der sprechenden Handys überprüft. Zusätzlich wurden die Mobiltelefone Nokia 3660 und Siemens SX1 getestet. Das sind Mobiltelefone, die ebenfalls mit den Sprachausgaben ausgestattet werden können. Gemeinsam mit INCOBS-Mitarbeitern führten drei blinde und fünf sehbehinderte Testpersonen die gestellten Aufgaben durch und beurteilten jedes Produkt.

4. Auswertung

Alle erhobenen Daten und Beurteilungen wurden ihrem Sinn entsprechend den drei Teilbereichen Software, Zusammenspiel von Software und Handy sowie Gerät zugeordnet. Den Testkriterien je Bereich wurden wiederum jeweils erreichbare Punkte zugeordnet, aus denen sich Teilbeurteilungen (oder Teilnoten) bilden lassen. Wenn die Höchstpunktzahl des Teilbereichs erreicht wird, bedeutet das Ergebnis "++" bzw. "gut". Weil nicht alle erhobenen Merkmale und abgegebenen Beurteilungen eine gleich große Rolle für die Zugänglichkeit spielen, unterliegen sie einer spezifischen Gewichtung. In Abhängigkeit der jeweiligen Gewichtungen sind vier Bewertungen möglich:

  • ++ = gut
  • + = befriedigend
  • - = mangelhaft
  • -- = völlig ungenügend

5. Testinstrumente zum Herunterladen

Interessierte können sich unter folgenden Links die Testinstrumente aus diesem Test herunterladen:


Auf dieser Seite kommen 3 Begriffe vor, die in unserem Wörterbuch erläutert werden: Screenreader, Sprachausgabe und Zugänglichkeit.


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Letzte Änderung: 24.03.2006 | © 2006 - 2013 DIAS GmbH | Impressum | Barrierefrei?