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Test: Diktiergerät Olympus DS 75 (2009)
Olympus DS 75

Anfang 2009 brachte die Firma Olympus drei neue Diktiergeräte mit Sprachausgabe auf den Markt.

Das DS 55 verfügt über 1 GB, das DS 65 über 2 GB und das DS 75 bietet 4 GB Speicherkapazität. Letzteres bietet die Möglichkeit, Aufnahmen im Vollformat, also ohne Datenverlust und Einbußen in der Audioqualität, zu erstellen, während die anderen beiden Geräte nur im WMA-Format aufzeichnen können. Einen weiteren Vorteil bietet das DS 75: Man kann bei der Aufnahme zwischen automatischer und manueller Aussteuerung wählen.

Das Olympus DS 75 soll hier nur kurz vorgestellt werden, weil es viele Eigenschaften hat, die sich mit denen des bereits im September 2007 vorgestellten Geräts DS 50 decken. Es hat ebenfalls die Maße 96 x 37,5 x 16 mm und wiegt 63 Gramm (Maße und Gewicht ohne Aufsteckmikrofon).

Diktiergerät Olympus DS 75

Stromversorgung

Das DS 75 kann mit zwei Mikrozellen oder über den Netzanschluss betrieben werden. Ein Netzteil gehört nicht zum Lieferumfang.

Inbetriebnahme

Auch dieses Gerät startet, wie sein Vorgänger, im Auslieferungszustand nach dem Einschalten in englischer Sprache. Nur mithilfe der mitgelieferten Software ist es möglich, die Sprachausgabe auf Deutsch oder eine andere Sprache umzustellen. Gleich nach dem Einschalten fällt positiv auf, dass der Ladezustand der Batterien angesagt wird. Während des Betriebs ist eine erneute Ansage des Ladezustands jedoch nicht möglich. Die Ansage erfolgt in den Stufen hoch, mittel und niedrig.

Aufnahmen mit dem Rekorder

Die möglichen Aufnahmemodi decken sich weitgehend mit denen des bereits erwähnten DS 50. Allerdings können mit dem DS 75 hochwertigere Aufnahmen gemacht werden, weil neben im WMA-Format auch im verlustfreien WAV-Format aufgezeichnet werden kann. Bei einer Kapazität von 4 GB sind in diesem Format Aufnahmen mit einer Länge von sechs Stunden möglich. Mit der Funktion "Zoom Mikrofon¬einstellun¬gen" kann zwischen Breitbandstereo, z.B. für Aufnahmen in großen Hallen, und Nahbesprechung für Interviews gewechselt werden. Leider gibt es im Handbuch keine genauen Hinweise, wann welche Einstellung empfohlen wird. Der Anwender muss also selbst herausfinden, welche Einstellung in welcher Aufnahmesituation sinnvoll sein könnte.

Verwalten der Aufnahmedateien

Hier hat sich im Vergleich zum DS 50 nichts geändert.

Wiedergabe von Dateien

Für die Wiedergabe hat Olympus dem DS 75 die Option "Euphony" spendiert. Diese Option mit drei Varianten soll den Klang, z. B. von Musik, transparenter und räum¬licher machen. Ob diese Option wirklich sinnvoll ist und welche der Varianten am besten klingt, muss der Anwender ebenfalls selbst für sich herausfinden. Unser Mitarbeiter Carsten Albrecht hat diese Option nach einiger Zeit des Probierens deaktiviert. Ein sehr hilfreiches Feature ist dagegen die Einstellung einer Anspiel¬automatik "Intro Play". Im Menü kann festgelegt werden, ob eine Anspielautomatik aktiv sein soll, wenn man in einem Ordner mit den Cursortasten nach einer Datei sucht. Die angesteuerten Dateien können drei, fünf oder zehn Sekunden lang angespielt werden. So kann man z.B. schnell den Titel eines Hörbuchs etc. hören, um dann das Gewünschte auszuwählen.

Bedienung

An den Bedienelementen hat sich beim DS 75 im Vergleich zum DS 50 nichts verändert. Allerdings besteht durch die oben erwähnten neuen Optionen das Menü jetzt aus 27 Hauptpunkten. Die Einstellung der Uhr- und Alarmzeiten werden nicht durch eine Sprachausgabe unterstützt. Man muss sich also sehr konzentrieren, um mithilfe der akustischen Signaltöne diese Einstellungen vornehmen zu können. Ferner können wie beim DS 50 die Systeminformationen nicht genutzt werden, da diese nur auf dem Display angezeigt werden.

Die Software zum DS 75

Die mitgelieferte Software zum Rekorder ist wie beim Vorgängermodell weitgehend gut durch sehgeschädigte Anwender bedienbar, sofern am PC ein Screenreader oder ein Vergrößerungsprogramm genutzt wird. Will man das Gerät komplett über die PC-Software einstellen und bedienen, kann eine Plusversion der Software gegen einen Aufpreis von 15 Euro erworben werden. Wer als blinder User also die volle Kontrolle über den Rekorder haben möchte, sollte sich diese kleine Investition überlegen.

Fazit

Das DS 75 ist durch den mit 4 GB relativ großen Speicher und die Möglichkeit, Aufnahmen im Vollformat machen zu können, eigentlich nicht mehr als Diktiergerät zu bezeichnen. Es ist durchaus für Interviews, Reportagen etc. geeignet. Auch Konferenzen und Lesungen können in hervorragender, verlustfreier Tonqualität mitgeschnitten werden. Das Menü bleibt, soweit es durch die Sprachausgabe unterstützt wird, trotz der drei neuen Punkte übersichtlich strukturiert. Aber wie beim DS 50 sind die Einstellungen von Uhr- und Alarmzeiten sowie die System¬informationen durch blinde Anwender nicht uneingeschränkt nutzbar.


Auf dieser Seite kommen 4 Begriffe vor, die in unserem Wörterbuch erläutert werden: Diktiergeräte, Feature, Screenreader und Sprachausgabe.


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Letzte Änderung: 05.01.2010 | © 2006 - 2013 DIAS GmbH | Impressum | Barrierefrei?